Platzierungsspiel

Personen: 2
Benötigtes Material: Schläger, Ball,
Ablauf: Gespielt wird ein Halbfeld-Einzel auf Zeit (z.B. 5 min). Jeder erzielte Punkt im Netzbereich oder im Hinterfeld zählt dreifach, im Mittelfeld einfach. Bei seitlichem „Aus“ bekommt der Gegner 3 Punkte, da es sich um einen eigenen Fehler handelt.
Variation: andere Punktverteilung. Zum Beispiel Netz Bereich gibt 2 Punkte, Hinterfeld 3, bei Anfängern empfiehlt sich bei seitlichem „Aus“ mit 1 Punkt anzufangen
Empfohlen für: Anfänger, Fortgeschrittene
Trainingseffekt: Platzierung

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Übungsreihe Taktik und Konzentration

Personen: 4
Benötigtes Material: Schläger, Ball
Ablauf: Die Grundübung wird mehrmals durchgeführt (jeweils 2-5 Minuten). Nach jedem Durchgang kommt eine Erweiterung hinzu. Jede Erweiterung bleibt geltend. Wer bei Erweiterung 4 angelangt ist trainiert die Grundübung mit allen 4 Erweiterungen.
Grundübung:
Die beiden Zuspieler (A und B) befinden sich am Netz und spielen alle Bälle des Trainierenden auf die Mixedpunkte oder in die hinteren Ecken (siehe Schlagsicherheit des Hintermannes). Ein dritter Zuspieler (C) befindet sich im Hinterfeld. Sollte der Trainierende einen Ball nur noch hoch spielen kommt C ins Spiel.
Erweiterung 1:
Der Trainierende muss nun seine eigenen Schläge mitzählen und nach jedem 10. Schlag laut „Wechsel“ rufen. Die Zuspieler rotieren nun im Uhrzeigersinn und wechseln somit ihre Positionen.
Erweiterung 2:Jeder dritte Ball des Trainierenden muss als Clear zurückgespielt werden (aus taktischen Gründen selbstverständlich immer longline!). C spielt den Ball dann wahlweise auf die Mixedpunkte oder in die hinteren Ecken.
Erweiterung 3: C spielt die von dem Trainierenden geclearten Bälle nun immer als longline Drop ans Netz. Diese werden von T als Crossdrop zurück gespielt (Taktik). Dieser wird von dem am Netz stehenden Zuspieler longline abgelegt und von T als Clear zurück gespielt.
Erweiterung 4: Der Trainierende bekommt nun noch die Anweisung (unter weiterer Anwendung aller vorherigen Erweiterungen) alle günstigen Bälle anzugreifen (Smash oder Töten). Die Zuspieler müssen hierzu selbstverständlich knapper zuspielen.
Wichtig: Der Trainierende muss sich während des Spiels perfekt konzentrieren. Er muss seine eigenen Schläge zählen, bei jedem 3. und 10. Schlag agieren, sichere Schläge spielen, sowie taktische Anweisungen umsetzen (longline Drop von hinten -> Crossdrop, longline Netzdrop -> longline Clear,…). Zur Verbesserung der Lauftechnik ist es sinnvoll sich einen eigenen Laufrhythmus anzugewöhnen. Der Spieler muss nicht immer die Zentralposition sofort erreichen, sondern kann zunächst in der Nähe der Ecke verharren.
Variation: Um Zeit zu sparen, können bei guten Spielern während eines Durchgangs verschiedene Erweiterungen kombiniert werden. Zum Beispiel:
1. Durchgang: Grundübung + 1. Erweiterung
2. Durchgang: Grundübung + 1. Erweiterung + 2. Erweiterung + 3. Erweiterung
3. Durchgang: Grundübung + ALLE Erweiterungen
Empfohlen für: Fortgeschrittene, Profis
Trainingseffekt: Taktik, Konzentration, Lauftechnik (Laufrhythmus), Schlagsicherheit, Einzel, Kraftausdauer
Besonderheit: Die Übung ist zum erweiterten Aufwärmen (nach ordentlichem Warmlaufen oder ähnlichem geeignet).

Quelle: Oliver Groth, H.W. Niesner Badminton Camps

Schlagsicherheit, Konzentration und Laufrhythmus

Diese Skizze ist auf die taktischen Schläge 3 bis 7 beschränkt. Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

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Schlagsicherheit des Hintermannes

Personen: 3
Benötigtes Material: Schläger, Ball
Ablauf: Die beiden Zuspieler (A und B) befinden sich am Netz and spielen alle Bälle des Trainierenden auf die Mixedpunkte oder in die hinteren Ecken. Die Bälle müssen kontrolliert zugespielt werden, sodass der Trainierende sie erreichen kann. Die Übung wird solange durchgeführt bis der Trainierende eine bestimmte Anzahl an Schlägen ohne Fehler zurückgespielt hat (z.B. 25, je nach Spielstärke).
Wichtig:  Auch wenn die Übung bereits 10 Minuten läuft, sollte nicht gewechselt werden bis die Anzahl an Schlägen erreicht ist. Je länger die Übung geht desto anstrengender ist sie für den Trainierenden und er wird aus eigenem Interesse (zur Beendung des Durchgangs) immer stärker den Willen besitzen seine Schlagsicherheit zu perfektionieren.
Empfohlen für:
Fortgeschrittene, Profis
Trainingseffekt: Schlagsicherheit, Lauftechnik, Simulation des Mixedherren, Kraftausdauer (je nach Länge der Übung)

Schlagsicherheit verbessern

Bei dieser Übung ist ein kontrolliertes Zuspiel besonders wichtig. Zum Vergrößern auf Grafik klicken.

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Clear mit Netzduell

Personen: 2
Benötigtes Material: Ball, Schläger
Ablauf: Es wird mit einem langen, hohen Vorhand-Aufschlag gestartet. Danach spielen beide Spieler so lange Clear bis einer der beiden mit einem Drop das Netzduell einleitet. Fortan darf nur noch am Netz gespielt werden. Wer macht hier die meisten Punkte?
Wichtig: Die Spieler sollten schon eine gewisse grundlegende Schlagsicherheit haben. Insbesondere nach jedem Clear sollten beide sich in Richtung Zentralposition orientieren, da es ja immer sein kann, dass der nächste Schlag des Partners ein Drop ist.
Variation:
Je nach Könnensstand kann diese Übung auf dem halben oder ganzen Spielfeld ausgeführt werden.
Empfohlen für:
Anfänger, Fortgeschrittene
Trainingseffekt: Clear, Netzspiel, Lauftechnik ins Vorderfeld, Reaktion, Schlagsicherheit, Einnehmen der Zentralposition nach dem Schlag

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Aufwärmen mit Schläger und Ball

Personen: 1-99
Benötigtes Material: Schläger, ein Ball pro Person, ausreichend Platz, KEIN Netz
Ablauf: Diese Übung eignet sich prima, um das gewohnte Bahnen-Laufen beim Auwärmen einmal zu ersetzen/zu ergänzen. Generell werden zwar auch Bahnen gelaufen, in Kombination mit Schläger und Ball ist es aber gerade für Kinder deutlich spannender. Begonnen wird, indem jeder Spieler einen Ball auf seinen Schläger legt und dann, ohne dass dieser herunterfällt, zur anderen Hallenseite läuft. Das Gleiche kann man anschließend auch im Rückwärtslaufen, Seitwärtslaufen, mit Nachstellschritten, im Hopserlauf etc. tun. Sind alle einigermaßen aufgewärmt, wird eine Bahn gelaufen, bei der der Ball mit dem Schläger hoch gespielt werden muss und nicht herunterfallen darf. Dies kann dann ebenfalls mit verschiedenen Laufformen (rückwärts, seitwärts…) kombiniert werden. Spannend ist es auch, bei dieser Übung die Unterhandschläge zu verbieten und nur Überkopfschläge zuzulassen. Dies funktioniert allerdings nur beim normalen Vorwärtslaufen gut. Den Abschluss bildet dann ein kleiner Wettbewerb: Wer schafft es mit den wenigsten (Auf-)Schlägen von der einen zur anderen Hallenseite?
Wichtig: Ausreichend Platz zwischen den einzelnen Spielern lassen (insbesondere beim Hochspielen können Anfänger häufig noch nicht kontrollieren, wohin sie den Ball nun schlagen).
Variation: Der eigenen Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt. Die Laufformen (vorwärts, rückwarts, seitwärts…) können ebenso variiert werden wie die Schläge (nur Unterhandschläge, nur Vorhand, abwechselnd Vor- und Rückhand…). Es lassen sich auch gut kleine Wettbewerbe einbauen (wer ist am schnellsten drüben, ohne den Ball zu verlieren? wer braucht die wenigsten Schläge?…). Außerdem können auch Paare gebildet werden, die die verschiedenen Aufgaben dann zu zweit meistern müssen (z.B. im Abstand von 5 Metern seitlich zur anderen Hallenseite laufen und dabei den Ball hin und her spielen).
Empfohlen für:
Anfänger, Fortgeschrittene (im Kinderalter)
Trainingseffekt: Aufwärmen, Koordination, Laufen und Schlagen gleichzeitig, Einstellen auf ungewohnte Situationen, Schlagsicherheit, Grundschläge, Unterhandclear, Schlagtechnik, Aufschlag
Besonderheit: Kindern bereitet diese Form des Aufwärmens großen Spaß. Häufig kommt dann von ihrer Seite automatisch der Wunsch nach kleinen Wettbewerben auf. Aber auch für erwachsene Anfängergruppen/Hobbyspieler ist dies eine gelungene Abwechslung für den Trainingsstart.

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